Debian Server überwachen mit Munin

Munin ist bestens dafür geeignet ein oder mehrere Server zu überwachen. Dabei wird je nach Anwendungsfall unterschieden:

* **munin** wird auf nur einem Server installiert und sammelt die verschiedenen Werte von allen Servern, speichert sie in einer RDD und erstellt daraus HTML Dateien mit Graphen
* **munin-node** wird auf den verschiedenen Servern installiert, stellt die zu überwachenden Werte bereit.

![Munin](storage/munin.png)

**Schritt 1: Aufsetzen des Master Process „Munin“**

Beginnen wir mit der Installation des munin Programms. Also dem Server der die Daten sammelt und als HTML Datei bereitstellt.

Installieren lässt sich munin sehr einfach:

apt-get install munin

Konfiguriert wird munin über folgende Config

/etc/munin/munin.conf

In dieser Datei interessieren wir uns für zwei Abschnitte. Das erste ist der Ort an dem Munin die erzeugten HTML Dateien ablegt:

htmldir /var/www/html

Der Pfad muss mit dem Webroot unseres Webservers übereinstimmen oder in einen Unterordner des Webroots zeigen.

Als zweites müssen wir in der Config angeben welche Server überwacht werden sollen. Dafür müssen wir folgende Zeilen **pro zu überwachenden Server** einfügen:

[\mail.domain.tld]

address 5.9.xxx.xxx

use_node_name yes

In den eckigen Klammern geben wir einen sprechenden Namen für den Server an. Unter diesem Namen wird der Server gelistet. Die Ip-Adresse muss der IP-Adresse des zu überwachenden Servers entsprechen.

Das war auch schon die Konfiguration des Master Processes. **munin** wird nun alle 5 Minuten versuchen die zu überwachenden Werte von den in der Config aufgeführten Servern abzurufen, zu speichern und als HTML Dateien in dem oben angegebenem Pfad abzulegen.

Damit die Werte der Server abgefragt werden können müssen wir auf jedem Server den wir überwachen wollen noch **munin-node** installieren:

apt-get install munin-node

Abschließen muss in der munin-node Config-Datei noch unser **munin** Server freigeschaltet werden. Dazu öffnen wir doe Config:

/etc/munin/munin-node.conf

Und suchen nach „allow“. Dort ergänzen wir in einer neuen Zeile die IP unserers munin-Servers:

allow allow ^127\.0\.0\.1$

Nun starten wir den munin-node noch neu und ab dann werden die Server wie gewünscht überwacht:

/etc/init.d/munin-node restart

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.